1. Der Homo erectus Bilzingslebenensis bekommt eine Erlebnisstätte – die Steinrinne Bilzingsleben

Die Bilzingslebener sind 370.000 Jahre alt. Auf dieses Alter werden die in der Gemeinde ausgegrabenen Überreste des Homo erectus bilzingslebeniensis geschätzt. Damit gehören sie zu den frühsten Spuren der Menschheit in Mitteleuropa.

Nicht ganz so lange, etwa 300 Jahre, wird in der Steinrinne Bilzingsleben nun schon nach  Überresten unserer Vorfahren gegraben. Bis 1999 konnten 37 Reste der früheren Bilzingslebener freigelegt werden. Weiterhin fanden die Forscherteams mehr als 140.000 Feuersteinartefakte, tausende andere Geräte aus Stein, Knochen, Geweih, Elfenbein und Holz sowie mehrere Tonnen an tierischen Überresten und botanischem Material. Im Laufe der Ausgrabungen erwuchs Bilzingsleben zu einer der wichtigsten altpaläolithischen Fundstellen in Europa.

Doch dieser bedeutsame Ort brauchte eine angemessene Ausgestaltung. Die Funde müssen fachgerecht gelagert werden. Und natürlich sollten sie für interessierte Besucherinnen und Besucher zugänglich sein. Immerhin zählt die Steinrinne Bilzingsleben zu einem der attraktivsten touristischen Ausflugsziele in unserem Landkreis.

2004 fiel dann der Startschuss. Gemeinsam mit dem Bilzingslebener Bürgermeister Matthias Bogk und dem Staatssekretär a.D. Dr. Jürgen Aretz gelang es, erste Fördermittel-quellen aufzutun und die Arbeiten anzuschieben. Auf die Pflasterrestaurierung, folgten der Neubau des 1,4 km Anfahrtsweges, die Beschilderung, der Bau des Ausstellungspavillons und der Schutzhalle. Insgesamt wurden bislang von der Gemeinde, dem Land, der Europäischen Union und der Sparkassenstiftung fast 1,1 Millionen Euro investiert.

www.bilzingsleben.de

 

 

Matthias Bogk, Bürgermeister Bilzingsleben

„Über Jahrzehnte war an eine touristische Nutzung der Steinrinne nicht zu denken. Dem Engagement von Christian Carius haben wir eine umfängliche Landesförderung zu verdanken. So konnten wir als Gemeinde in den letzten Jahren vieles umsetzen, um die Ausgrabungsstätte touristisch zu erschließen.“

Der neue Ausstellungspavillon

 

2. 4.800 Meter Leitung – gutes Trinkwasser für Kindelbrück und Frömmstedt

Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden Kindelbrück und Frömmstedt bezogen ihr Trinkwasser über viele Jahrzehnte aus zwei Brunnen. Die Qualität des Wassers ließ jedoch zu wünschen übrig. 2007 schlossen sich die Betroffenen zu einer Bürgerinitiative zusammen und forderten die Untersuchung ihres Trinkwassers. Die Proben ergaben erhöhte Werte von Nitrat und Bentazon, zweier gesundheitsschädlicher Chemikalien. Rund 2.400 Menschen brauchten daher dringend anderes - gutes - Trinkwasser.

Die beiden Gemeinden wurden im gleichen Jahr in den Trinkwasserzweckverband „Thüringer Becken" aufgenommen und ihre Brunnen mit Filtern versehen - eine Übergangslösung. Sehr schnell (Mai 2008) begann der Bau der Anschlussleitungen für die Fernwasserversorgung. Insgesamt wurden 4.800 Meter Rohr verlegt und rund 1 Million Euro verbaut. Der Freistaat Thüringen förderte die Wasserversorgung mit fast 600.000 Euro.

Seit September 2008 kommt aus den Wasserhähnen der Kindelbrücker und Frömmstedter nun einwandfreies, qualitätsvolles Trinkwasser. Die geringe Gebührenerhöhung wird durch die Einsparungen an bislang alle Jahre auszuwechselnden Armaturen und Reinigungsmitteln mehr als wettgemacht.


Ellen Löffler und Gerhard Hoffmann, Kindelbrück

„Wir hatten in Kindelbrück über Jahrzehnte eine schlechte Wasserqualität mit hohen Belastungen und sehr hohem Kalkanteil. Die Bürgerinitiative hat gemeinsam mit Christian Carius für besseres Wasser gekämpft und wir sind stolz darauf, dieses Problem gelöst zu haben".

Spatenstich für eine neue Wasserleitung

 

Auf das gute Wasser!

 

3. Erweiterung des Feuerwehrhauses der Freiwilligen Feuerwehr in Rastenberg

Die Freiwillige Feuerwehr Rastenberg besteht aus einer Kameradin und 22 Kameraden sowie einer Jugendfeuerwehr mit 20 Mitgliedern. 365 Tage im Jahr sind sie bereit, für andere Menschen wortwörtlich „durchs Feuer zu gehen". Die technische Ausstattung der Feuerwehr ist gut, die Unterbringung von Mannschaft und Technik entspricht jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Feuerwehrleute müssen sich in der Fahrzeughalle umziehen. Duschen sind nicht vorhanden. Eine vorhandene Toilette teilen sie sich mit den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes.

Seit Mai 2009 wird das Feuerwehrhaus nun umgebaut und erweitert, Insgesamt werden nach jetziger Planung aus Mitteln der Freiwilligen Feuerwehr, der Stadt Rastenberg, des Landkreises Sömmerda und des Freistaates Thüringen rund 300.000 Euro investiert.


Uwe Schäfer, Bürgermeister Rastenberg

„Die Feuerwehr ist eine kommunale Pflichtaufgabe, die wir als Kommunen ohne die Bereitschaft vieler Bürger sich freiwillig und ehrenamtlich zu engagieren, kaum bewältigen könnten. Umso wichtiger ist es daher, dass wir den Kameradinnen und Kameraden ordentliche Rahmenbedingungen bieten. Der Erweiterungs- und Umbau unserer Feuerwehr ist eine längst überfällige Investition, die wir als Stadt ohne den Einsatz von Christian Carius kaum hätten stemmen können."

 

So soll es einmal aussehen, das neue Feuerwehrhaus

 

Und mehr noch ... (kleine Erfolgsstatistik)

  • 19 Kirchen (rund 60.000 Euro Fördermittel)
  • 3 Feuerwehrhäuser und 11 Feuerwehrautos
  • 20 Insektenhotels
  • Kulturförderung von den Udestedter Adjuvantentagen, der Kleinen Malschule bis zum Rastenberger Kunstherbst und den Weißenseer Romeo und Julia Festspielen
  • eine neue Schule für die Stiftung Finneck in Rastenberg
  • Unternehmensförderung in Buttstädt mit 1,3 Millionen Euro, in Kölleda mit 26 Millionen Euro, in Sömmerda mit 5,7 Millionen Euro, in Weißensee mit 9,6 Millionen Euro durch die Thüringer Aufbaubank
  • Begleitung von Kommunen in ihrer gemeindlichen Entwicklung von der Dorferneuerung bis hin zur Städtebauförderung...